Anspruch und Wirklichkeit des Entwicklungsdiskurses aus afrikanischer Perspektive

Boniface Mabanza

Der Experte für Entwicklungspolitik erläutert die Kritik an den aus strukturellen Gründen gescheiterten Millenniumentwicklungszielen (MDGs) und spricht eklatante Widersprüche zwischen den Entwicklungszielen und anderen Politikbereichen, beispielweise auf EU-Niveau, an. Er beschreibt, warum Ungleichheit nur durch eine grundlegende Transformation „von unten“ beseitigt werden kann, und warum wir als Gesellschaft unsere Handlungsspielräume für Veränderungen nutzen müssen!

Dr. Boniface Mabanza ist Koordinator der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg, die Lobby- und Kampagnenarbeit zur sozioökonomischen Gerechtigkeit im südlichen Afrika durchführt. Bis 2013 lehrte er Entwicklungpolitik bei der Akademie für Internationale Zusammenarbeit der GIZ in Bad Honnef. Er hat eine Vielzahl von Artikeln und Büchern veröffentlicht, darunter “Gerechtigkeit kann es nur für alle geben. Eine Globalisierungskritik aus afrikanischer Perspektive” (2009). Als Mitarbeiter des Eine-Welt-Forums Münster leitete er eine Kampagne zu den Herausforderungen der MDGs für die Kommunen.

Dieses Interview fand als Teil des Projekts „Afrikanische Perspektiven auf globale Herausforderungen im Rahmen des Post 2015-Agendaprozesses“ statt, das AfricAvenir e.V. in 2014/2015 durchführt. Zur Webseite des Projekts geht es hier.

Mit freundlicher Unterstützung der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) und Engagement Global.

[Quelle: Video und Text von Africavenir auf deren yt-channel und dort veröffentlicht am 07. April 2015]