About Being Black in Japan

Schwarze Geschichte und Gegenwart weltweit / Black history and presence globally

Documentary, JP 2017, 50 min., Language: English with subtitles

Ein sehr interessantes Projekt, dass es lohnt weiter zu verfolgen. Die schlichte, und gleichzeitig anspruchsvolle Aufgabe: „Our mission is to share the totality of the black experience in Japan.“ Dazu wurden in dieser Dokumentation Interviews mit elf Schwarzen Menschen aus unterschiedlichen Ländern (Canada, Ghana, Jamaika, Namibia, USA) geführt, die in Japan leben. Das Ziel war „informative, insightful and interesting“ für alle Interessierten zu sein und diejenigen, die mit dem Gedanke an ein Auslandsaufenthalt spielen zu informieren. Die über den Köpfen schwebende Frage nach persönlichen Erfahrungen mit Rassismen wird vielschichtig erörtert und beleuchtet. Die Einschätzung und der Umgang damit ist differenziert und durchgehend von Wohlwollen dem Gastland gegenüber geprägt. Die Neugier auf die andere Kultur überwiegt.

Ein weiteres Phänomen wird dabei deutlich und in einem der Kommentare zur Dokumentation angesprochen. Die Anzahl Schwarzen Menschen, die aufgrund von Bildung, Jobskills oder etwas Wohlstand reisen kann, vergrössert sich zunehmend. Möglicherweise ist diese Einschätzung nicht ganz vollständig. Denn Schwarze Menschen waren schon immer mobil und weltweit präsent – auch in der Vergangenheit. Die Zeugnisse ihrer Erfahrungen werden durch die modernen Kommunikationssmittel und ein zunehmendes Bewußtsein ihrer Selbst durch einen autonomen Diskurs darüber für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglicher. Soweit die vorläufige Einschätzung.

Nicht vergessen werden sollte, und das kommt leider in der Dokumentation zu kurz, dass Japan auf eine lange Geschichte und Tradition des nationalen Chauvinismus und der Aggression zurück blicken kann. Es war der Bündnisspartner in Asien während des 2. Weltkrieges, mit dem die Achsenmächte des faschistischen Deutschland und Italien kooperierten. Und Japan hat seine Nachbarn nicht geschont. Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist bis heute stockend und zäh.

In der Summe ist es ein definitiv gelungenes Portrait. Es entsteht ein wohlwollendes und differenziertes Bild über das Leben in der japanischen Gesellschaft, die sich aus Gründen der Überalterung zwangsweise langsam öffnet und modernisiert. Für alle Interessierten lohnt es sich den Kanal sich durch ein Lesezeichen zu merken. Zu Recht dürfen wir auf weitere Folgen gespannt sein.

English translation:
A very interesting project that is worth pursuing further. The simple, yet challenging task: „Our mission is to share the totality of the black experience in Japan.“ In this documentary, interviews were conducted with eleven black people from different countries (Canada, Ghana, Jamaica, Namibia, USA) who live in Japan. The aim was to be „informative, insightful and interesting“ for all those interested and to inform those who are playing with the idea of a stay abroad. The question of personal experiences with racism is discussed and illuminated in many different ways. The assessment and handling of racism is differentiated and consistently characterised by goodwill towards the host country. Curiosity about the other culture prevails.

A further phenomenon is clearly addressed in one of the comments on the documentation. The number of black people who can travel due to education, job skills or some prosperity is increasing. This assessment may not be complete. Black people have always been mobile and present worldwide – even in the past. The testimonies of their experiences become more accessible to an interested public through modern means of communication and an increasing awareness of themselves through an autonomous discourse about them. That’s the preliminary assessment.

It should not be forgotten, and this is unfortunately neglected in the documentation, that Japan can look back on a long history and tradition of national chauvinism and aggression. It was the alliance partner in Asia during the Second World War with which the Axis powers of fascist Germany and Italy cooperated. And Japan did not spare its neighbours. The coming to terms with the past is still faltering and tenacious today.

All in all it is a definitely successful portrait. The result is a benevolent and differentiated picture of life in Japanese society, which is slowly opening up and modernising itself due to the ageing of the population. For all those who are interested, it is worth remembering the channel through a bookmark. We can rightly look forward to further episodes.

[Quelle/Source: Das Video wurde von dem sehr interessanten und engagierten Medienprojekt „The Black Experience Japan“ am 7. September 2017 auf yt veröffentlicht. Die Einleitung schrieb die ISD Gießen. Die englisch-sprachige Übersetzung wurde mit Hilfe des Übersetzungswerkzeuges „www.DeepL.com/Translator“ erstellt.]


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