Kenia: Fliegen als Müllvernichter

Ökonomie für Umwelt- und Klimaschutz

Auch in diesem Monat bleiben wir nochmal dran am Thema Umweltschutz, diesmal mit einer ökonomischen Erfolgsgeschichte. Aus Kenia kommt eine innovative und ökologische Idee, wie mit dem organischen Müll umgegangen werden kann, ohne den Einsatz von Hochtechnologie. „Von Abfall zu Gold“, nannte es die New York Post in ihrer Online-Ausgabe im vergangenen Monat.

Doch wie ist das möglich? Die Verwendung der Schwarzen Soldatenfliege hilft in der Millionenmetropole Nairobi die Müllberge klein zu halten, denn ihre Larven landen gezielt eingesetzt auf organischem Müll, zersetzen ihn und verwandeln den Abfall in hochwirksame Proteine und Dünger. In Zahlen ausgedrückt heißt das in der 4,5 Millionen Einwohner*innen zählenden Hauptstadt werden täglich etwa 3.000 Tonnen Müll abgefahren, davon sind zweidrittel organischer Natur, die einem Kreislaufsystem zuzuführen sind.

„Ich habe Landwirtschaft studiert – Insekten waren kein Thema. Wir haben später nach Alternativen für Soja und Fischmehl als Tierfutter gesucht. Dann die Lösung: Insekten!“, so Talash Huijbers, Gründerin der Firma Insectipro. Das Unternehmen hofft seine Kapazitäten noch durch die Anschaffung eines modernen Trockengeräts vergrössern zu können, um die vielen Anfragen zu bewältigen, die das Unternehmen derzeit aus der gesamten ostafrikanischen Region erreichen.

[Quelle: Ein Beitrag des ARD-Weltspiegel´s vom 18.10.2020. Der Ankündigungstext wurde von der ISD Gießen erstellt. Die Verwendung geschieht auschließlich für Bildungszwecke/For educational purpose only.]


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